2009
Pfingsten
Bad Liebenstein
vom 29. 05 bis 01.06.

Teilnehmer

  • Corinna und Thomas
  • Ines
  • Katja und Sebastian
  • Konnie und Dietmar
  • Mandy und Olaf
  • Rita und Jens
  • Silke und Heiko
  • Silvia und Bernd

Organisation

  • Silvia und Bernd

 

Freitag

Die Anreise nach Bad Liebenstein ist recht einfach. Man fährt laut Beschreibung in die Puschkin-Straße um festzustellen, daß die Pension Else nicht das Hotel Kapelle ist. Dann fragt man sich bei Eingeborenen bis zum Wiserweg durch. Und schon ist man da. Gegen ca. 20 Uhr haben es dann alle geschafft.

Das Hotel ist neu eröffnet, noch nicht ganz fertig, aber nett eingerichtet und der Empfang sehr freundlich.

Katjas Geburtstag wird nachgefeiert. Bis in die Morgenstunden kreisen die Sektflaschen.

Sonnabend

Beim Frühstück erscheinen alle pünktlich mehr oder weniger fit. Bei Bernd ist's nicht ganz klar, ob die tiefliegenden Augen vom Suff oder der Erkältung kommen. Die "Erkältung" wird dann doch akzeptiert.

Silvia und Bernd schließen sich somit der Wanderpäpstin Rita an. Die Biker werden nach kurzer Einweisung und Kartenübergabe ihrem Schicksal überlassen und auf die Piste geschickt.

Die Wanderer sind auf dem Pummpälzweg in Richtung Bad Salzungen unterweg.
Schon nach kurzer Zeit, etwa in Höhe Schweina, waren die Echos der Mountenbiker deutlich zu vernehmen.
Sie hingen mit den Drahteseln wohl mitten in der Steilwand und sendete Bernd die herzallerliebsten Grüße. Zum allgemeinen Bedauern konnten diese nicht persönlich überbracht werden.

Gegen drei Uhr vereinen sich die Wander- und Fahrradguppe im Park des Gradierwerkes in Bad Salzungen. Mit dem Eisbecher, Kaffee und Kuchen rückte die sportliche Herausforderung des Vormittags in's Reich der Sagen und Legenden.

Es war freigestellt, wer dann mit dem Bus zurückfahren wollte. Einzige Bedingung - man durfte kein Fahrrad mitnehmen.

Zurück im Hotel überraschten uns Corinna & Thomas mit ihrem Besuch. Die Übernachtung hatten Sie bereits gebucht.
Zum Abendessen fiel der Trupp dann in der Mausfalle ein. Dank Thomas' iPhone-Navi konnten wir uns auf den letzten 130 m vor der Wirtschaft nicht mehr verlaufen.

Das Speiseangebot ist weltoffen - von lokal thüringisch, über italienisch bis TexMex.
Der Abend war lang, wurde gruppenweise beendet und von den Tapfersten mit einer Wiskey-Verkostung beschlossen. Thomas war nicht zu bremsen. Diddi hat aber dann doch den gemeinsamen Folktanz ausgeschlagen.

Sonntag

Heute schont der Bundesbahner die Pedalen und macht sich mit Rita per Volvo auf den Weg.

Nur zur Übung, nicht zur Strafe, beginnt für die Radfahrer die Tour wie gestern.
Wie am Vortag verläßt man den Hauptradweg um ungeahnte Abenteuer zu erleben. Der Trusetaler Wasserfall wird deshalb erst mal von oben inspiziert um diesen dann, nach rasanter Abfahrt, auch von unten zu bestaunen.

Gestärkt mit Thüringer Rostbratwurst, Bier und bunter Brause sollte es jetzt eigentlich über Seligenthal nach Schmalkalden gehen. Da die Bergverweigerer in Überzahl sind, wählten wir die Talvariante.

Der Radweg entlang der Schmalkalde ist gerade im Bau und schwer zu fahren. Die schöne Altstadt mit den vielen Fachwerkhäusern entschädigt aber.
Während des Dreißigjährigen Krieges ging es in der Stadt heiß her. Der hier 1546/47 ausgetragene Schmalkaldische Krieg endete mit dem Sieg des Habsburgers Karl V.
Nach so viel Geschichte gab's zur Belohnung Rieseneisbecher.

Da der Tag schon fortgeschritten und der Rückweg noch lang war, entschlossen wir uns, einen Teil des Weges mit derSüd-Thüringen-Bahn zu fahren.
Pünktlich mit dem Schließen der Schranken erreichten wir den Zug. Schnell noch den Erlebnisbahnhof umfahren, die Räder in die Gänge geschoben und los ging die Reise mit "Der Bahn, die uns verbindet" - so zumindest der Slogan der Bahn.
Umfassend informiert über das unzulässige Entern der Bahn durch uns Wegelagerer gelang Didi zielgenau beim Halt am Endbahnhof der Kauf der Fahrkarten. Schaffner Drosselbart galten die besten Segenswünsche der Gruppe.

Der Tag wurde mit ausgezeichnetem Essen in der Wirtschaft Zur Einnahme gekrönt.
Im Hotel am Runden Tisch klangen die Gläser und der Tag aus.

Montag

Frühstücken, Koffer und Autos packen, von der Pension verabschieden.

Der geplante Bad-Besuch wird wegen schönem Wetter gestrichen. Wir fahren nach einem kurzen Abstecher über Schloss Altenstein zum Inselsberg.
Der Aufstieg ist nicht allzu beschwerlich. Die Aussicht ist prima. Das Mittagessen ist ein weiteres Erlebnis. Wir sind auf drei Tische verteilt. Mit der Bestellung von Tisch zu Tisch verkürzt sich die Speisekarte dramatisch. Zumindest haben die Letztbesteller nicht mehr die Qual der Wahl.

Die Ausblicke genießend laufen wir in weitem Bogen zurück zum Parkplatz.
Unterwegs wurden haufenweise Mühlis gesichtet.

Von hier aus verstreuen sich die Knallfrösche in alle Himmelrichtungen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, so tauchen sie im nächsten Jahr wieder irgendwo auf.